Schwierige Rahmenbedingungen für solides Wirtschaften
Im Oktober sinkt das vom Ifo Institut München ermittelte Geschäftsklima der deutschen Zulieferer zum dritten Mal in Folge. Während die Erwartungen für die kommenden sechs Monate auf dem Vormonatsniveau verharren und somit im Saldo nahezu ausgeglichen sind, gibt die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage deutlich nach. Bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage überwiegen zwar nach wie vor noch die positiven Meldungen, gleichwohl büßen die deutschen Zulieferer im Saldo 5,6 Punkte (auf 37,6) ein.
Unverändert angespannt bleibt im Fahrzeugbau die Problematik bei der Versorgung mit elektronischen Bauteilen. Die Zulieferer sind hiervon gleichwohl stärker betroffen als die Hersteller selbst. Neben den seit Monaten steigenden Rohstoffkosten, gewinnen zuletzt die Energiepreise mehr und mehr an Bedeutung. Insbesondere die enormen Preissprünge bei Strom und Gas setzen die Zulieferer unter massiven Druck. Sorgen bereiten derweil nicht nur steigende Kosten, welche die Produktion mitunter unwirtschaftlich machen, sondern zunehmend auch Engpässe bei Rohstoffen. Die Kombination dieser Aspekte wirkt sich existenzbedrohend aus. Die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten erweisen sich dabei nach wie vor als nicht belastbar genug, um die wichtige Erholung zeitnah tragen zu können.
Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.
Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter www.argez.de zur Verfügung.
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- [PDF] Pressemitteilung: Schwierige Rahmenbedingungen für solides Wirtschaften
- [PDF] ArGeZ Geschäftsklima
