Hightech-Strategie setzt Schwerpunkt auf Digitale Wirtschaft

Stärkere Unterstützung von Start-ups geplant

Pressemeldung der Firma BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Der Hightech-Verband BITKOM sieht in der heute vom Bundeskabinett verabschiedeten neuen Hightech-Strategie für Deutschland eine wichtige Weichenstellung als Ergänzung zur Digitalen Agenda. „Die Hightech-Strategie setzt Akzente bei den zentralen Zukunftsthemen der Digitalen Wirtschaft wie Industrie 4.0, Smart Services, Smart Data sowie Digitaler Bildung“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Das Kernanliegen der Hightech-Strategie unterstützen wir ausdrücklich: Aus Innovationen müssen schneller marktreife Produkte werden. Hier lassen wir in Deutschland nach hervorragender Forschung noch viel zu oft anderen den Vortritt.“ Die Hightech-Strategie bündelt seit 2006 die Vorhaben der Bundesregierung im Bereich der Hochtechnologie und benennt die wichtigsten Ziele und politischen Maßnahmen. Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, die Hightech-Strategie unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu einer umfassenden, ressortübergreifenden Innovationsstrategie für Deutschland weiterzuentwickeln.

BITKOM begrüßt, dass das Thema Start-ups breiten Raum in der neuen Strategie einnimmt. Neben besseren Finanzierungsbedingungen für innovative Start-ups soll es auch eine Steuerbefreiung für den Wagniskapital-Zuschuss „Invest“ geben. „Wir brauchen mehr innovative Start-ups in Deutschland. Neben Förderprogrammen und Fonds muss die Bundesregierung aber auch darauf achten, bestehende Finanzierungsmöglichkeiten, etwa beim Crowdinvesting, durch Gesetzesänderungen nicht zu verschlechtern. Genau das zeichnet sich derzeit beim neuen Kleinanlegerschutzgesetz ab. Es würde Crowdinvesting in Deutschland deutlich unattraktiver machen“, so Kempf. Gerade für den innovativen Mittelstand wäre aus BITKOM-Sicht zudem eine steuerliche Forschungsförderung eine einfache, effektive und unbürokratische Maßnahme, um für zusätzliche Investitionen in Forschung- und Entwicklung zu sorgen.

Ein stärkeres Augenmerk sollte laut BITKOM auf die Forschung an Netztechnologien gerichtet werden. „Wir müssen Innovation im Bereich der Netze noch stärker unterstützen“, sagt Kempf. Kommunikationsnetzen komme als Schlüsseltechnologie nicht erst seit den Enthüllungen der Spionageaffäre eine besondere Bedeutung zu. Gerade der Umbau der klassischen Produktion zur Industrie 4.0 setzt sichere und stabile Netze voraus.

Die Bundesregierung will die Umsetzung der Hightech-Strategie durch ein zentrales Beratungsgremium begleiten lassen. Kempf: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Deutschland zum weltweiten Innovationsführer zu machen.“



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BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. Mehr als drei Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 10 Prozent kommen aus sonstigen Ländern der EU und den USA, 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.


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